Ausgebuht oder gefeiert?

Du kannst diesen Artikel auch in meinem Podcast anhören:

Ach, das Leben ist eine spannende Sache – oder nicht? Das kommt darauf an, ob du Zuschauer oder Akteur in deinem Leben bist! Viele Menschen bleiben lieber Zuschauer und holen sich ihren „Kick“ von spannenden Fernsehsendungen oder anderen Dingen. Was hält uns davon ab unser ganz eigenes Leben wirklich zu LEBEN? Unsere Gaben einzusetzen, vielleicht sichtbar zu sein, einzugreifen, einen Unterschied zu machen?

Oft ist es Angst. Angst ausgelacht, ausgebuht zu werden, nicht den Beifall unserer Mitmenschen zu bekommen, oder?

Was wäre, wenn die Reaktion der Mitmenschen nur ein begrenzter Ausschnitt der Realität ist? Ich möchte dir erklären, was ich damit meine:

Bei „America´s Got Talent“ – dem amerikanischen Äquivalent zu „Deutschland sucht den Superstar“ – trat letztens ein junger Mann auf mit Namen Ben Lapidus. Und er begann zu singen. Es war ein Song über Parmesan – Käse. Er sang davon, dass es im Restaurant immer zu wenig Parmesan gibt und er gerne mehr hätte und nicht verstehen kann, warum die damit so geizen….es ihm aber auf der anderen Seite auch zu peinlich ist mehr zu verlangen usw. Jedenfalls drückten alle 4 Jurymitglieder nacheinander den roten „Nein“ – Buzzer. Aus der Traum.

Denkste.

Das Publikum begann nun die Jury auszubuhen und „Parmesan, Parmesan….“ zu rufen. Es war wirklich verrückt. Er fing wieder an zu singen und der Refrain ist ein tatsächlicher Ohrwurm, den alle mitsangen und 3 von 4 Jurymitgliedern wandelten ihr „nein“ in ein „JA“ um!

In der Bibel wird uns etwas ähnliches auch für unser Leben berichtet. Im Hebräerbrief steht:

„Da wir von einer Wolke von Zeugen umgeben sind, die ein Leben durch den Glauben geführt haben, wollen wir jede Last ablegen, die uns behindert, besonders die Sünde, in die wir uns so leicht verstricken.“ Hebräer 12,1

Wir leben unser Leben meistens für eine bestimmte „Jury“, deren Urteil wir fürchten und deren Beifall wir ersehnen. Wie heißt es so schön: Wir kaufen Dinge, die wir nicht brauchen und uns nicht leisten können um Menschen zu beeindrucken, die wir meist gar nicht leider können.

Manchmal können wir sie natürlich auch recht gut leiden. Wir möchten den Chef beeindrucken, die Eltern, Freunde…..

Aber was, wenn sie uns den Beifall nicht geben, für eine Sache, die uns wichtig ist? Ziehen wir uns dann zurück?

Der Hebräerbrief führt zig Personen vorher auf, die „ihr Leben im Glauben gelebt haben“, das bedeutet: im Vertrauen darauf, dass Gott sie mit voller Absicht hierher an diesen Ort und in diese Zeit gestellt hat und zwar genauso, wie sie sind: mit all ihren Träumen und Wünschen und mit Kraft Dinge zu verändern. Das sind nun die Zeugen, die auch uns umgeben. Wenn wir im Bild der amerikanischen Sendung bleiben gewissermaßen das Publikum. Und die feuern uns an und rufen uns zu, dass wir uns nicht entmutigen lassen sollen und der Schreiber dieses Briefes führt so ausdrücklich vor Augen, dass diese Menschen auch nicht gleich Erfolg sahen und wie ihre Schwäche in Stärke verwandelt wurde!

Es ist einfach großartig zu wissen, dass wir umgeben sind vom Geist dieser Glaubenshelden, die unglaublich viele sind und die uns genau das zurufen: Gib nicht auf! Bringe dich ein! Vertraue Gott! Du bist wichtig! Du kannst! Hab keine Angst! Tu das, was Gott dir sagt! Es lohnt sich!

Ganz zu schweigen von Gott selbst, der uns liebt und für uns sorgt – jeden Tag.

Und dann spielt plötzlich die Meinung dieser „Jury“ in unserem Leben eine immer kleinere Rolle. Und wir beginnen, damit, wie es uns hier geraten wird, jede Last abzulegen. Wir beginnen Grenzen zu setzen in Beziehungen, die uns nur Druck und Stress bringen und unser Wachstum verhindern. Der Autor des Hebräerbriefes vergleicht unser Leben mit einem Lauf. Wenn ich laufe, lege ich alles ab, was es mir schwerer macht. Ich trage keine Tasche bei mir mit vielen Büchern, wie ich es gewöhnlich tue.

Alles, was uns behindert, legen wir ab. Alles, was uns hemmt, muss weg. Manche alte Verletzung ist wie ein Stein im Schuh. Heilen und reparieren. Alte Muster und Erwartungen Anderer sind schwere Lasten, die uns am Vorwärtskommen hindern, die dürfen wir nach und nach ablegen.

Wir dürfen das gerne immer wieder überprüfen: wachse ich oder stagniert es bei mir? Woran liegt es? Wer oder was macht es mir schwerer als nötig? Perfektion? Will ich zu viel aus eigener Kraft? Tue ich wirklich das, was meinem Auftrag entspricht? Wo sind Räuber in meinem Leben, die mir Kraft und Zeit rauben ohne dass es jemandem helfen würde? Was war einmal gut und sinnvoll, ist aber inzwischen nicht mehr wirklich hilfreich? Wir sollen das Feuer hüten, aber brauchen nicht die Asche zu bewahren.

Und die Sünde, in die wir uns verstricken, das hindert uns natürlich enorm. Sünde bedeutet im hebräischen soviel wie Zielverfehlung. Und stell dir vor, du läufst einen Marathon und kommst dabei ständig vom Weg ab und musst erst wieder auf den richtigen Weg….das kostet enorm Zeit und Kraft. Wenn wir wissen wollen, was das Ziel ist, brauchen wir Gottes Wort und dann sehen wir schnell, wo wir den richtigen Weg noch nicht ganz gefunden haben und dürfen korrigieren. Das ist für uns Menschen auch normal, ich korrigiere andauernd. Aber auf diese Weise werden wir das Ziel erreichen, wir kommen nur minimal ab und korrigieren gleich ohne viel Zeit zu verschwenden. Das nennt die Bibel Buße. Umkehr, nach dem weg fragen, zugeben , dass ich verkehrt war. Zugeben, dass ich das Ziel aus den Augen verloren habe. Das Ziel, weswegen wir hier sind. Niemand ist hier Deko. Finde deine passion, deine Bestimmung! Du schaffst das! Kannst du die Wolke aus den vielen Zeugen schon hören, wie sie dich anfeuern und ermutigen: steh wieder auf, das wird schon, es ging mir auch so. Der Abschnitt Hebräer 11 lohnt sich wirklich zu lesen, was sie alles erlebt haben macht wirklich Mut. Auch heute.

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