Gib niemals auf!

Vor ein paar Wochen bin ich mit dem Rad unsere Chaussee entlanggefahren und war sehr erschrocken. Die Büsche, besser gesagt eine bestimmte Sorte Sorte davon, entlang des Radweges waren mit irgendwelchen Spinnerraupen befallen, die ihre Netze spannen und die Büsche mega-gefräßig kahl fraßen.

Die Büsche waren teilweise kahl, grau, überzogen von diesen Netzen, an denen noch vereinzelt diese Raupen hingen. Kein schöner Anblick! Besonders im Frühjahr, wo man sich so sehr freut an den grünen Büschen und Bäumen. Ich war sehr traurig über den Schaden, den diese Raupen angerichtet hatten.

Heute bin ich wieder diesen Radweg gefahren und habe denselben Busch für dich fotografiert.

Es grünt und sprosst wieder! Die Raupen konnten dem Busch auf Dauer nicht schaden! Er treibt neue Blätter. Was sagt uns das? Gib niemals auf! Auch wenn im Moment schwere Zeiten sind, sie werden nicht so bleiben. Es wird wieder besser! So wie die Raupen nicht das Ende für unseren kleinen Busch waren, so wird es auch für dich wieder weitergehen!

Aber wir können noch etwas von dem Busch lernen. Die Raupen sind nicht mehr da. Ich weiß nicht, ob sie jemand aktiv bekämpft hat, aber Fakt ist: der Busch hätte nicht wieder so austreiben können, wenn die Raupen noch dagewesen wären.

Deshalb ist es wichtig, dass wir bei allem, was uns zu schaffen macht, ob nun körperlich oder seelisch (wobei beides ja oft zusammenhängt) nach der Ursache schauen.

Ich kann so viele Säureblocker schlucken, wie ich will, wenn die Magengeschwüre vom Ärger kommen, dann wird es nur bedingt helfen. Auch unsere seelischen Probleme haben eine Ursache. Selbst Sünde hat eine Ursache, die wir ergründen müssen. Vielleicht neigt jemand zum Lügen, weil er so aufgewachsen ist, dass er nur Schwierigkeiten bekam, wenn er die Wahrheit sagte. Oder jemand musste ohne Liebe aufwachsen, dann hat er vermutlich einige schlechte Angewohnheiten.

Warum bist du so aggressiv? Wovor willst du dich schützen?

Warum hast du soviel Angst? Konntest du lange niemandem vertrauen?

Was es auch ist, was uns innerlich auffrisst, so wie die Raupen den Busch, wir sollten uns daran machen und die Ursache suchen. Es lohnt sich!

Wenn wir wissen, warum wir diese Angewohnheit haben, dann ist das keine Entschuldigung. Sondern dann können wir diese Ursache viel besser beheben. Wir haben bestimmte Glaubenssätze verinnerlicht, die unser Handeln unbewusst steuern und regieren. Wenn wir uns selbst kennen und wissen, was uns zu schaffen macht, dann sind wir da nicht mehr hilflos. Wir haben plötzlich eine Wahl.

Was nagt an dir und lässt dich nicht zur Ruhe kommen? Es kann hilfreich sein mit Jemandem darüber zu reden. Manchmal findet man im gemeinsamen Gespräch schneller heraus, was los ist.

Aber eins ist klar: gib niemals auf!!! Du bist stärker als alle Raupen und Probleme und alles, was dir zu schaffen macht. Du kannst dich an den wenden, der dir das Leben gab und das Leben ist stark! Dein Schöpfer, der diesem kleinen Busch die Kraft gegeben hat, der wird umso mehr dir Kraft geben um alle Widrigkeiten in deinem Leben zu besiegen! Du bist nicht allein! Alles, was an Sorgen und Problemen kommt, wird dich stärker machen. Wenn es richtig schwer ist, mach das nicht mit dir ab, suche dir Jemanden, mit dem du reden kannst, vielleicht auch mit dem Schöpfer reden kannst und vertraue in den Prozess.

Unser Nervensystem und auch viele vegetative Körperfunktionen werden gesteuert von Sympathikus und von Parasympathikus. Der Sympathikus reagiert in Notfallsituationen, bei Stress. Er macht uns bereit zu Kampf oder Flucht und erhöht den Blutdruck, spannt die Muskeln an usw. Eine Menge Stresshormone überschwemmen unseren Körper. Passiert das ständig durch Termindruck, schlechte Nachrichten, Panikmache der Medien und Aufregung aller Art sind Schlafstörungen, Ängste, hoher Blutdruck…. und ganz viele andere Beschwerden die Folge.

Es ist wichtig, dass wir wieder ins Gleichgewicht kommen und dafür sorgt der Parasympathikus. Wenn du mit Vertrauen und Ruhe und Zuversicht an eine Sache gehst, mit Unterstützung, dann stärkst du den Parasympathikus. Wir sind fast alle aus der Balance geraten in den letzten Jahren und brauchen dringend wieder diese Ruhe. Gott sagt uns in der Bibel:

„Durch Umkehr und Ruhe könntet ihr gerettet werden. Durch Stillsein und Vertrauen könntet ihr stark sein.“ Jesaja 30,15

„Bleibt ganz ruhig, der HERR wird für euch kämpfen.“ 2. Mose 14,14

Gott aktiviert hier eindeutig den Parasympathikus in uns. Er weiß, dass wir in diesem Modus viel besser überlegen können und unsere Ressourcen besser erkennen und nutzen.

Vielleicht hast du Lust es auszuprobieren und deinen Schöpfer um Rat zu fragen. Er kennt gewiss jede Ursache von dem, was dir zu schaffen macht. Er weiß aber auch, wie es behoben werden kann. Ein Punkt ist ihm zu vertrauen. Deine Vorfahren haben Weltkriege und Inflationen und Rezessionen und Seuchen und alles mögliche überlebt – sonst wärst du ja nicht hier. Du hast also gute Gene und gute Chancen alles zu überstehen, was dir begegnet. Und du kannst jederzeit den Schöpfer um Hilfe und um Rat bitten. Er wartet auf Dich und wird dir helfen.

Ich schicke dir eine dicke Umarmung und wenn du mich brauchst, weißt du, wo du mich findest. Jederzeit. Versprochen.

4 Kommentare zu „Gib niemals auf!

  1. Guten Tag liebe Tine Mueller, die grauslichen Raupen heißen Gespinnstmotten. Wie Du beobachtet hast, schmarotzen sie am Strauch aber sie bringen ihn nicht um. Vögel sammeln die Würmer aus denen die Motten schlüpfen ab und ernähren sich von ihnen. Ich wünsche Dir einen schönen Tag! Der gruene Daumen.

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    1. Wie lieb von dir! Dankeschön! Nun habe ich wieder dazu gelernt. Ich habe schon meine Freundin, eine Bioligielehrerin gefragt, aber sie wusste es nicht. So etwas haben wir hier noch nie gesehen. Ist es Zufall, dass sie nur die eine Sorte Busch befallen haben oder haben sie tatsächlich Vorlieben. Die wilden Rosenbüsche am Wegrand blieben verschont.
      Ich danke dir für die Informationen und wünsche dir alles Liebe!

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      1. Gern geschehen. In unserem Garten befallen oder fressen sie auf einen Spindelstrauch, andere Sträucher meiden sie. Der Spindelstrauch hat im Herbst orange-rote Früchte, deshalb nennt man ihn auch Pfaffenhütchen.

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