Schöne Feiertage, aber wie?


Dieser Artikel gibt eine Rede wieder, die ich für eine Mahnwache schrieb.
Nachdem ich vor 2 Wochen hier gesprochen habe, wurde ich kritisiert in welchem Kontext
ich meine Meinung gesagt habe. Was ist denn der Kontext?

Hier sehe ich ein großes Problem in unseren Medien. Denn es wird leider vermittelt, das
die Leute, die jetzt auf die Straße gehen entweder rechtsextrem, gewaltbereit und
demokratiefeindlich gesinnt sind, und ihre Aggressionen nun auf der Coronabühne
abbauen wollen, oder dass es recht beschränkte Bürgerliche sind, die die Sache einfach
nicht verstanden haben und denen man das nochmal erklären sollte und dann würden
diese armen Schäfchen sich auch ganz schnell wieder einreihen in die breite Masse.

Ich weiß nicht, ob jemand hier ist vom MDR oder von der Volksstimme, aber ich würde mir
wünschen, dass des Volkes Stimme auch mal gehört wird. Schaut euch doch mal um, wer
hier steht. Unsere Innenministerin hat doch recht, wenn sie sagt, dass sich hier
überwiegend eine sehr, sehr bürgerliche Klientel trifft. Die Leute, die jetzt auf die Straßen
gehen, sind das rote Lämpchen am Armaturenbrett unserer Politik. Die müssen doch
gehört werden! An denen sollte man doch nicht vorbei regieren! Ich erlebe es aber
momentan so, dass es weggeredet wird, es wird in Schubladen geschoben, es findet kein
Hinhören statt, was die Menschen wirklich auf die Straßen treibt es wird auch hier wieder
gespalten zwischen den leider etwas verwirrten Dummen und den bösen Rechten. Und
das Virus der Spaltung ist für mich das Gefährlichste.

Ich mache mit bei den Meinungsumfragen des MDR. Wöchentlich bekomme ich eine
Umfrage zugeschickt, wo ich meine Meinung sagen darf.
Letztens ging es in der Umfrage um die Feiertage.
Und eine Frage lautete, ob es Spaltungen gibt in der Familie, weil es Geimpfte und
Ungeimpfte gibt. Es gab ungefähr 5 Antwortmöglichkeiten, aber alle lauteten „Ja“.
Es gab nicht die Möglichkeit, die ich GOTT sei dank! Ankreuzen wollte: Nein, wir
bekommen das hin. Denn viele bekommen es hin und ich bin stolz in einer Region zu
leben, wo Gemeinschaft ein hohes Gut ist. Ich erlebe es hier, dass Lösungen gesucht
werden! Ich erlebe viele liebe Menschen, die Brücken bauen und versuchen Lösungen zu
finden, dass trotz aller Unterschiede ein Miteinander möglich ist.
Und nun suggeriert uns ein wichtiger Medienkonzern unserer Region, dass das nicht
geht? Das finde ich unglaublich traurig.

Vor uns liegen Feiertage, die eine lange Tradition haben und wer kennt nicht die
Geschichten, dass selbst im zweiten Weltkrieg zu dieser Zeit die Kampfhandlungen
ruhten. Wer hat noch nicht gehört, dass selbst miteinander gefeiert wurde, zwischen den
Schützengräben..
Und das, was Feinde im Krieg fertig gebracht haben, soll heute nicht möglich sein?
Was sagt das dann über unsere Medien aus, und über uns alle?

Ich glaube an die Macht der Liebe. Ich glaube daran, dass Liebe alles überwinden kann.
Wie kann es also trotz allem schöne Feiertage geben?
Sieh dich nicht als Opfer und die anderen nicht als Täter.
Mach nicht mit bei der Spaltung. Akzeptiere und Respektiere. Auch und gerade wenn du
es nicht verstehen kannst. Niemand ist dumm, nur weil er eine andere Entscheidung trifft.
Niemand hat die absolute Weisheit. Es gibt so viele Dinge, die wir erst in etlichen Jahren
klar erkennen werden, das muss man einfach sagen.

Aber wir sollten Respekt für uns selbst aufbringen und für den Anderen.
So, wie die Bibel sagt: „Überlege dir, was dein Nächster gern oder ungern hat und
bedenke alles, was du tust.“ Sirach 31,18 Nutze deine Möglichkeiten, wie wir einander
unterstützen können. Frage in deinem Geschäft nach, wie du als Ungeimpfter Kunde
bleiben kannst. In den meisten Fällen wird man froh über diese Frage sein und dir
entgegenkommen. Wir bleiben zusammen als Gesellschaft.

Vielleicht erinnert ihr euch noch an die kleinen Botschaften, die Kathleen von Kataligrafie
in der ersten Welle in den Schaufenstern der Geschäfte verteilte. Waren die nicht Balsam
für die Seele? Wir gehören zusammen!

Wir sollten unsere gegenseitigen Ängste stehen lassen. Wenn jemand sagt, dass du nicht
mehr willkommen bist, dann akzeptiere es einfach. Nimm es hin. Sag ihm, dass du seine
Haltung respektierst und sei in deiner Haltung klar aber freundlich. Bist du nicht mehr
willkommen, dann geh nicht hin, fang keine Diskussion an. Das bringt in dem Fall sowieso
nichts. Du brauchst dich für deine Meinung aber auch nicht entschuldigen.Suche dir Leute,
bei denen du willkommen bist, egal welche Hautfarbe, welchen Impfstatus du hast. Bei mir
ist jeder willkommen. Signalisiere anderen, wenn das bei dir auch so ist und dein Herz und
dein Haus offen sind.

Ich zitiere wieder aus der Bibel: „Sorge für deine Gesundheit, bevor du krank wirst.“ Sirach
18, 20 Diese Diskussion kommt mir im Moment viel zu kurz. Medizin ist nicht nur Therapie,
sondern auch Prävention. Eine Impfung sollte natürlich eine Prävention sein, dass man
nicht erkrankt. Wir wissen aber alle, dass das nicht so funktioniert, wie es gedacht war.
Und einige Massnahmen, die wir haben, um uns zu schützen, schwächen unser
Immunsystem sogar. Eine Impfung ist ja auch nicht das einzige, was wir tun können, um
vorzubeugen, auch wenn es manchmal so dargestellt wird. Deshalb fehlen mir im
allgemeinen Informationschaos Informationen, wie: Was können wir aktiv tun um unser
angeborenes Immunsystem zu stärken? Was ist wichtig, wie kann ich mein persönliches
Risiko minimieren? Darüber sollte man schulen und unterrichten. Vitamine, Bewegung,
Schlaf, Entspannung, was kann ich wie nutzen und einsetzen? Wer klärt mich auf, was ich
alternativ tun kann, wenn ich mich nicht für eine Impfung entscheiden kann? Oder was
kann ich ergänzend tun, wenn ich geimpft bin und trotzdem Angst habe?
In der Bibel steht: es ist nichts schlimmer, als wenn einer sich selbst nichts Gutes gönnt.
Sirach 14,6

Nutze diese Tage und tu das, was dir gut tut, pflege gute Beziehungen. Damit meine ich
nicht, dass wir jetzt alle totale Egoisten werden sollen, aber dass wir auch gut auf uns
selbst achten.

Ich wünsche euch von Herzen friedliche Feiertage voller Respekt, Liebe und Achtung vor
dem Anderen, seinem Leben und seiner Meinung Und Respekt und Liebe auch für euch
selbst. Und ich wünsche euch ganz viele schöne Momente, Momente des Miteinanders,
schenken wir einander ein Lächeln, einen netten Blick! Kommt einander entgegen! Das ist
der beste Schutz für dein Immunsystem. Gute Beziehungen, Dankbarkeit,
Hilfsbereitschaft, Freundlichkeit. Vielleicht entdeckst du auch die Beziehung zu deinem
Schöpfer neu, an diesen Tagen. Wer weiß.

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